Trend zur Europa-Cloud: Online-Speicher-Abos bei GMX und WEB.DE um über ein Drittel gestiegen

Die Abonnentenzahlen der kostenpflichtigen Cloud- und MailAngebote von GMX und WEB.DE sind 2025 um 37% gestiegen.
 
 


Insgesamt speichern 63 Prozent der deutschen Internetnutzer ihre Daten in der Cloud – das wichtigste Motiv ist der Schutz vor Datenverlust: 57 Prozent der Cloud-Nutzer nennen Datensicherung als ihren Hauptgrund. Viele sichern dabei direkt vom Smartphone aus, denn dort liegt heute das digitale Fotoalbum der meisten Deutschen. Neben der Datensicherung zählen geräteübergreifender Zugriff von PC, Smartphone und Tablet (39 Prozent) sowie das unkomplizierte Übertragen von Fotos auf den Computer (37 Prozent) zu den häufigsten Nutzungsgründen. Archivierung (30 Prozent) und gemeinsames Bearbeiten von Dokumenten (18 Prozent) spielen ebenfalls eine nennenswerte Rolle. Dabei gerät eine entscheidende Frage oft in den Hintergrund: Wo genau landen eigentlich die Daten, die man in die Cloud hochlädt?

„Wer seine Daten US-Konzernen anvertraut, setzt sich doppelten Risiken aus: Selbst bei Speicherung in Europa können ausländische Gesetze Zugriff ermöglichen. Wirkliche Datensouveränität gibt es nur bei Anbietern, die vollständig dem europäischen Recht unterliegen. Das wird immer mehr Deutschen bewusst. Die Nutzerinnen und Nutzer wollen EU-Produkte mit digitaler Souveränität, und das sehen wir an der gestiegenen Nachfrage nach unseren Pay-Produkten“, sagt Michael Hagenau, Geschäftsführer von GMX und WEB.DE.

Die Studiendaten stützen diesen Befund: 27 Prozent der Befragten haben Bedenken, ihre persönlichen Daten bei US-amerikanischen Anbietern zu speichern, 42 Prozent haben zumindest teilweise Bedenken. Bei der Wahl des Cloud-Anbieters ist für ein Viertel der Befragten die Speicherung nach deutschen Datenschutzgesetzen entscheidend. Ein Drittel legt zudem Wert auf den Schutz vor Hackerangriffen. Pragmatische Kriterien wie einfache Bedienbarkeit (45 Prozent) und der Zugriff von allen Geräten aus (35 Prozent) liegen beim Anbietervergleich insgesamt vorn. GMX und WEB.DE konnten die Anzahl der Pay-Accounts (kostenpflichtige Verträge) im Geschäftsjahr 2025 um 310.000 auf 3,35 Mio. steigern. Inklusive werbefinanzierter Free-Accounts legte die Anzahl aller Accounts von GMX, WEB.DE und der internationalen Schwestermarke mail.com um 60.000 auf 42,03 Mio. zu.

Zur Methode: Die Convios Consulting GmbH untersucht seit 2009 im Auftrag von WEB.DE und GMX jährlich das Kommunikationsverhalten der deutschen Internetnutzer. Für die aktuelle Studie wurden im November 2025 insgesamt 1.004 User ab 16 Jahren befragt. 

Weitere Beiträge

World Backup Day bei GMX und WEB.DE: 50 GB EU-Cloud für 99 Cent

GMX und WEB.DE bündeln Drittanbieter-Postfächer im zentralen Posteingang

Keine Gefühle für KI: Mehrheit der Deutschen hält sie aus der Liebe raus