Digitale Intimität: Mehr als zwei Drittel der Deutschen geben ihrem Partner Zugriff auf persönliche Accounts und Daten

Vertrauen schlägt Privatsphäre: 70 Prozent der Deutschen geben ihrem Partner oder ihrer Partnerin Zugriff auf bestimmte persönliche digitale Accounts. Besonders beliebt ist die Handy-Pin: Fast die Hälfte der Befragten (46 %) gewährt Zugang zum Smartphone. Auf Platz zwei liegen Shopping-Accounts (37 %), dicht gefolgt von der Freigabe des privaten E-Mail-Kontos (36 %). Das sind die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der E-Mail-Anbieter WEB.DE und GMX zum Valentinstag.
46 Prozent der Deutschen geben dem Partner Zugriff auf die Handy-Pin (c) GettyImages
46 Prozent der Deutschen geben dem Partner Zugriff auf die Handy-Pin (c) GettyImages
 

„Das Teilen von Passwörtern ist in vielen Beziehungen ein Vertrauensbeweis und kann auch praktische Vorteile haben. Doch dies sollte nicht zulasten der Passwortsicherheit gehen. Auch ein geteilter Account benötigt ein einzigartiges und starkes Passwort, damit die Daten vor Online-Kriminellen geschützt sind“, sagt Michael Hagenau, CEO von WEB.DE und GMX.

Dating-Apps sind letztes Tabu

30 Prozent der Befragten geben ihrem Partner Zugriff auf die eigenen Messenger-Dienste wie z.B. WhatsApp, Telegram oder Threema. Auf Social Media Accounts (z.B. Instagram, TikTok oder Facebook) gewährt rund jeder Vierte (24 %) Zugriff. Absolut tabu sind Dating-Apps: Nur vier Prozent der Befragten teilen in ihrer Beziehung Infos von Tinder, Bumble, Lovoo und Co.

Fast jeder Zweite will digitale Transparenz vom Partner

26 Prozent der Teilnehmenden geben ihrem Partner keinen Zugriff auf die eigenen Accounts. Umgekehrt erwartet rund die Hälfte (46 %) Zugriff auf bestimmte persönliche digitale Accounts des Partners. Am interessantesten sind Handy-PIN (26 %), Online-Banking (23 %) und das E-Mail-Konto (22 %). Ein knappes Fünftel (19 %) erwartet Zugang zu den Messenger-Apps des Partners, bei den Social-Media-Konten sind es 15 Prozent.

Smartphone und Social Media als Vertrauensbeweis bei jungen Erwachsenen

Bei jungen Erwachsenen zwischen 18 und 24 haben Smartphone und soziale Medien Priorität: Zwei Drittel der Befragten aus dieser Altersgruppe (66 %) vertrauen ihrem Partner oder ihrer Partnerin die eigene Handy-Pin an. Zugriff auf die eigenen Konten bei Instagram, TikTok und Co. gewährt ein knappes Drittel (29 %). Genauso hoch ist hier auch die Erwartungshaltung: Ebenfalls 29 Prozent erwarten Zugang zu den Social-Media-Accounts des oder der Liebsten.

Über die Umfrage: Die Daten dieser Befragung basieren auf Online-Interviews mit Mitgliedern des YouGov Panels, die der Teilnahme vorab zugestimmt haben. Für diese Befragung wurden im Zeitraum 22. - 24.01.2025 insgesamt 2030 Personen befragt. Die Erhebung wurde nach Alter, Geschlecht und Region quotiert und die Ergebnisse anschließend entsprechend gewichtet. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die Wohnbevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren.

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