Deutsche nutzen lieber Zettel statt Notizen-Apps

Der Verzicht auf Papier fällt den Deutschen schwer. Mehr als die Hälfte (53 %) schreibt auf Zettel, wenn sie sich mal etwas merken wollen. 28 Prozent nutzen Smartphone-Apps für Erinnerungen, To-Do-Listen oder Termine. Ein Viertel (25 %) knipst einfach ein Smartphone-Foto. Fast jeder und jede fünfte (19 %) befestigt Zettel an Pinnwände oder am Kühlschrank. Das sind die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage im Auftrag von GMX und WEB.DE.

24. Januar 2023 von André Fertich

Foto: Shutterstock/Mangostar

Deutsche nutzen lieber Zettel statt Notizen-Apps

Dennoch versuchen fast drei Viertel (72 %) der Deutschen, möglichst papierlos zu leben oder nehmen es sich zumindest für die Zukunft vor. Digitale Lösungen sind komfortabler als Papier, so lautet die am häufigsten (29 %) genannte Begründung. Für 25 Prozent ist der Umweltschutz wichtig.

Gute Vorsätze: 72 Prozent streben an, möglichst papierlos zu leben

„Die Umfrage zeigt, dass viele Deutsche in einem Übergangsprozess stecken. Die Vorteile der Digitalisierung werden gesehen, aber ganz auf Papier verzichten wollen viele noch nicht. Da die meisten weitgehend papierlos leben wollen, besteht ein großes Potenzial für die weitere Digitalisierung. Diese positive Einstellung sollten Unternehmen und Behörden nutzen, indem sie Dokumente primär digital zur Verfügung stellen“, sagt Jan Oetjen, CEO von GMX und WEB.DE.

Ein Viertel der Deutschen (25 %) möchte Rechnungen oder Verträge ausschließlich digital erhalten. Ein Fünftel (20 %) zieht die Papierversion vor. Jeder und jede dritte (32 %) hätte am liebsten beide Varianten. 16 Prozent verwenden einen Scanner, um ihre Dokumente zu digitalisieren. 15 Prozent drucken Dokumente aus, die nur digital vorliegen.

Ein Drittel möchte Dokumente in Papier- und Digitalversion

Auf die Frage, in welchen Bereichen sie bereits auf digitale Alternativen umgestellt haben, wurden am häufigsten Kalender genannt (35 %). Ihre Adressbücher pflegen 25 Prozent der Befragten digital, Apps für Einkaufszettel nutzen 23 Prozent. To-Do-Listen und Briefe haben je 20 Prozent der Deutschen digitalisiert. Es folgen Bücher (14 %), Tagebücher und persönliche Notizen (11 %), Zeitschriften (11%) und Zeitungsabos (9 %). Noch gar nicht auf digitale Lösungen umgestellt hat rund ein Fünftel der Bevölkerung (21 %).

Kalender wurden am häufigsten auf Digital umgestellt

Zur Methode: Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage der YouGov Deutschland GmbH, an der 2026 Personen zwischen dem 13. und 15.12.2022 (*) und 2075 Personen zwischen dem 23. und 27.12.2022 (**) teilnahmen. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.

Kategorien: Mail, News, Pressemitteilungen

Verwandte Themen

Den Papierkorb voll im Griff: Löschintervalle richtig einstellen

Wann was wie im Postfach gelöscht wird, ist Einstellungssache. Durch das Festlegen der Speicherdauer für E-Mails in einzelnen Ordnern können Nutzerinnen und Nutzer selbst bestimmen, wann etwas automatisch gelöscht werden soll. mehr

KI als Zeitvertreib: ChatGPT und Co. erobern den Alltag der Deutschen

Künstliche Intelligenz (KI) wird in Deutschland überwiegend nicht in der Arbeitswelt, sondern im privaten Bereich eingesetzt. So sind Spaß und Zeitvertreib der häufigste Grund für den KI-Einsatz (39,7 %), gefolgt von Recherche mit 38,9 Prozent. Fast jeder Zweite (43,4 %) besitzt inzwischen einen Account bei einem KI-Dienst. Etwa jeder Vierte (23,1 %) hat KI ausprobiert und danach nicht weitergenutzt. Diese Daten stammen aus einer repräsentativen Studie der Convios Consulting GmbH im Auftrag von GMX und WEB.DE. mehr