Voßhoff begrüßt Ankündigung der De-Mail Anbieter

Die De-Mail Anbieter werden ab April die durchgängige Verschlüsselung von De-Mails deutlich vereinfachen. Die Bundesbeauftragte für Datenschutz, Andrea Voßhoff, hat diesen Vorstoß nun positiv kommentiert.

10. März 2015 von Martin Wilhelm
De-Mail-Anbieter führen vereinfachtes Verfahren zur Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ein. Symbolbild © Alix Minde/PhotoAlto/Corbis
De-Mail-Anbieter führen vereinfachtes Verfahren zur Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ein. Symbolbild © Alix Minde/PhotoAlto/Corbis

GMX, WEB.DE und 1&1 sowie andere De-Mail Anbieter hatten gestern bekannt gegeben, vom kommenden Monat an eine vereinfachte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung auf Basis des weltweit anerkannten Verfahrens „Pretty Good Privacy“ zu ermöglichen.

Andrea Voßhoff (Foto: BfDI)

Andrea Voßhoff (Foto: BfDI)

Voßhoff begrüßt diese Ankündigung der De-Mail Anbieter. „De-Mail ist mit dem Anspruch angetreten, die Sicherheit der elektronischen Kommunikation im Vergleich zur E-Mail deutlich zu erhöhen“, erklärte Voßhoff in einer Pressemitteilung. „Diesen Anspruch hat der Dienst in vielen Punkten erfüllt.“

Jetzt werde die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für jedermann auch ohne Fachwissen unkompliziert möglich. Dadurch werde die weite Verbreitung von De-Mail gefördert, hofft die Datenschutzbeauftragte.

 

De-Mail wird großen Teil des papiergebundenen Briefverkehrs ersetzen

Die staatlich zertifizierte De-Mail ermöglicht erstmals rechtssichere und nachweisbare digitale Kommunikation mit eindeutig identifizierten Sendern und Empfängern. Dies wird in den kommenden Jahren dazu führen, dass schätzungsweise 75 Prozent des geschäftlichen Briefverkehrs digital abgewickelt werden.